Handlung

DIETEGEN in unserer Interpretation

Die Schweiz in der Mitte des 21. Jahrhunderts, nach dem ökologischen Kollaps. Staatliche Institutionen sind de facto machtlos oder zusammengebrochen. Es herrscht das Recht des Stärkeren. Clans, Gangs und Warlords reissen sich in gewalttätigen Auseinandersetzungen um Besitz und Einfluss.

 

Der zwölfjährige Dietegen hat sich eine Maschinenpistole organisiert. Als es bemerkt wird, wird er zum Tod verurteilt. In einem Hinterhof wird er gehängt und in eine Kiste verfrachtet, die im Triumph durch die Strassen gezogen wird. 

 

Nachdem sich der Tumult gelegt hat, hört das achtjährige Mädchen Küngolt ein Klopfen im Sarg und wirft den Deckel weg. Der noch lebende Dietegen wird ihr daraufhin geschenkt und wächst in ihrer Familie auf. Küngolt betrachtet Dietegen fortan als ihr persönliches Eigentum und schikaniert ihn entsprechend. Für sie ist klar, dass Dietegen dereinst ihr Ehemann sein wird. 

Der Vater, der mit Munition handelt und Waffen mit dem 3-D-Drucker herstellt, nimmt den gelehrigen Dietegen auf gewinnbringende Kriegszüge mit. 

 

Dietegen geht auf Küngolts pubertären Befehl, sie zu küssen, nicht ein. Enttäuscht und gedemütigt organisiert sie eine Party für Gleichaltrige und lädt junge Männer vom rivalisierenden Clan der Ruechensteiner ein. Violande, die gegen den Willen der Kinder den Platz der mittlerweile verstorbenen Mutter einnehmen will, organisiert ihr eine Droge, die sie unwiderstehlich machen soll. Bei der Party kommt der Sohn des Clanchefs der Ruechensteiner durch eine Messerstecherei ums Leben. 

 

Küngolt wird den Ruechensteinern nicht ausgeliefert, aber sie wird zum Arbeitsdienst versteigert. Dietegen wird erlaubt, die Versteigerung zu leiten. So kann er zumindest verhindern, dass sie in die Hände von Lüstlingen oder Sadisten fällt. Sie wird am Ende zur Arbeit auf dem Friedhof verurteilt und muss im Krematorium übernachten. Dietegen verhindert noch, dass sie dort überfallen wird, als sie sich jedoch mit einem Angestellten einlässt, bricht er die Verbindung ab…

DIETEGEN von Gottfried Keller

im Gutenberg-Textarchiv

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