Über uns

DIETEGEN 2019

2019 jährt sich der 200. Geburtstag von Gottfried Keller, des bedeutendsten Deutschschweizer Schriftstellers des 19. Jahrhunderts, der in Zürich lebte und arbeitete. Kellers Novelle DIETEGEN ist weniger bekannt, möglicherweise weil ihr Stoff sich nicht romantisch oder heroisch verklären lässt. Gerade deshalb handelt es sich um eine seiner aktuellsten und zeitlosesten Erzählungen. 

Also versetzen wir die Handlung in die Zukunft, in eine Welt nach dem ökologischen Kollaps. Warlords, Gangs und Selbstjustiz regieren sogar in der Schweiz.

 

Die Hauptfigur ist ein junger Revolverheld: ein Auftragskiller, dessen Alltag einem Egoshooter gleicht. Er und seine Braut, zugleich seine Stiefschwester, lieben sich nicht, aber sie bleiben zusammen. Die Umstände verlangen es. Ausbruchsversuche werden von der Realität des Lebens gnadenlos sanktioniert. Intimität zwischen den beiden ist von der Gewalt ihrer Umgebung geprägt.

 

Traumvorstellungen von Freiheit und Liebe, die Stoff für Opernarien bieten, haben hier keinen Platz. 

 

Aus dem über 150 Jahre alten Werk soll eine zeitgenössische multimediale «Oper» entstehen. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Oper verzichten wir auf eine strikte Partitur und überlassen grössere Teile des Stücks der Improvisation. 

Wir arbeiten mit einem Ensemble, das sich nicht in Gruppen mit bestimmten Funktionen teilt, sondern vielmehr einen Chor wie in der griechischen Tragödie bildet: Es ist gleichermassen ein Opernchor, ein Orchester und ein Ballett, und es kommentiert das Geschehen, das sich auf seinen Handy-Bildschirmen abspielt. Das Smartphone ist das Kommunikationsmittel der Theaterfiguren und zugleich unser hauptsächliches Musikinstrument. 

LEADING TEAM

Bruno Spoerri (Musik und musikalische Konzeption) ist ein Pionier der Schweizer Elektronischen Musik, der Computermusik und der Jazzmusik und hat zahlreiche audiovisuelle Produktionen mit Musik versehen, vom Werbefilm über den Spielfilm bis zum Experimentalfilm. Der Rapper Jay Z verwendete 2015 ein Stück von ihm und gestand das Plagiat ein. 2017 wurde Spoerri mit dem Swiss Jazz Award ausgezeichnet. www.computerjazz.ch

Mathias Spohr  (Produktion und Regie) betätigte sich nach seiner Ausbildung als Schauspieler, Komponist, Musik- und Theaterwissenschaftler als Medienwissenschaftler und Opernforscher, kreierte musiktheatralische Projekte als Autor, Herausgeber, Dramaturg, Darsteller, Produzent oder Regisseur und war eine Zeitlang Studiengangsleiter an der Berner Schauspielschule. 

Ivan Engler (Filmsequenzen) studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich Filmgestaltung, war als Visual Jockey aktiv und hat eine Filmproduktionsfirma gegründet. Seine Filme Nomina Domini (2000) sowie Cargo (2009) fanden internationale Beachtung. www.visualscience.net

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Verein «200 Jahre Alfred Escher und Gottfried Keller», Hannes Glarner, Dietegen Müller.

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